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 Hansi Hinterseer begeistert seine Fans am 02.08.07 in Bonn

 

Hoch droben in den Bergen Tirols ist die Welt noch in Ordnung. In den Gebirgsbächen sprudelt kristallklares Wasser, auf den saftigen Wiesen grasen glückliche Kühe, und auf den Hütten servieren fesche Maderln eine gescheite Brotzeit. Genau dort liegt die Heimat von Hansi Hinterseer. Der frühere sechsfache Ski-Weltcup-Sieger im Slalom und Riesenslalom tauschte vor knapp 14 Jahren Skistöcke gegen Mikrofon.

Heuer ist Hinterseer eine der Lichtgestalten in der Volksmusik. 18 Alben sind von ihm bislang erschienen, vier Millionen CDs hat er verkauft. In Tirol ist die Welt noch in Ordnung, und auf dem Bonner Museumsplatz ist sie es auch. Das bestuhlte Konzert nahezu ausverkauft.

Mit einem triumphalen Empfang begrüßt das Publikum seinen Liebling, und der schenkt seinen Anhängern ein sattes Programm mit einer Dauer von mehr als zweieinhalb Stunden. Schlag 19 Uhr eröffnet Hinterseers Volksmusik-Gruppe "Tiroler Echo" den Abend mit einem zehnminütigen Intro, darunter "Lauter fesche Weiberleit".

Synchron zum ersten gespielten Ton setzt kollektives Mitklatschen ein. Als Hansi auf die Bühne kommt, gibt es kein Halten mehr: Alle springen von ihren Stühlen auf und feiern die Lichtgestalt euphorisch.

Hinterseer, schwarze Hose, Trachtengürtel, weißes Hemd, hat seine Arme weit und einladend ausgebreitet, sein Lächeln strahlt mit der Abendsonne um die Wette. Sein erstes Lied heißt "Gute Unterhaltung" und ist das Motto des Abends. Blumensträuße, rote Rosen, Weinflaschen und noch mehr Blumensträuße werden dem 53-Jährigen hochgereicht.

"I freu mi, doss ihr do seid's", sagt Hinterseer. "I weiß, es kimmt von Herzen von euch." Und ein Wort zum Museumsplatz hat Hansi auch parat: "A nettes Platzerl hobt's ihr do. Tolle Atmosphäre."
Musikalisch überwiegen volkstümliche Schmuselieder über die Liebe, immer wieder die Liebe, und die Schönheit der Natur.

"Ich muss Dir was sagen / Ich hab' Dich sehr lieb / Ich werd' einfach glücklich / Nur weil es Dich gibt" - so schnörkellos, ehrlich und rein kann ein Liebesbeweis klingen.

Hansis Liedtexte finden ihren Weg ohne Umschweife mitten hinein in die Seele: "Und wenn der Morgen kommt / Halt ich Dich fest im Arm / Bei dem Gedanken / Wird mir das Herz ganz warm". Liebe ist international, Hinterseer singt "Ti Amo", seine Ehefrau Romana ist Italienerin.

In "Vater und Tochter" geht es um die erste Liebe eines jungen Mädchens und die Ratschläge des Herrn Papa. Getragene Schunkelstimmung wechselt sich mit Liedern zum Mitklatschen ab, das schneidig-rasante "I fühl' mi wohl in Tirol" ist die schnellste Nummer des Abends.

Für das Stück "Auf der Streif" schnallt sich Hansi eine steirische Harmonika um und spielt gemeinsam mit seinen Freunden Luis Plattner, Otmar Pichler, Gerhard Kometer und Helmut Muehringer vom Tiroler Echo. "Ich hatte das Glück, in den Bergen geboren worden zu sein", sagt Hinterseer. "Die Berge haben schon eine irrsinnige Stärke."

Deshalb tauchen sie auch immer wieder in den Liedern des Bonner Konzertes auf: "Dein roter Mund und meine Berge", "Männer aus den Bergen", "Bei uns zuhause in den Bergen", "Wenn die Berge mich rufen" oder "Tiroler Berge". In "Servus schöne Wirtin" demonstriert Hansi seine Jodelkünste. Mit sechs Zugaben verwöhnt der Sänger seine treue Anhängerschar, darunter "Sieben rote Rosen" und die Debüt-Single "Du hast mich heut' noch nicht geküsst".

Längst steht das gesamte Publikum, Wunderkerzen brennen, auf der Bühne herrscht ein Trockeneis-Inferno. Luis Plattner, "Tiroler Echo"-Chef, ruft "Zicke-Zacke, Zicke-Zacke!" - "Hoi-hoi-hoi!" schallt es aus dem Publikum zurück. Hansi Hinterseer zeigt sein strahlendstes Lächeln: "Brrravo, sog' i."

Für die schönen Bilder geht der Dank an Ingo Firley und an Ggeneral-Anzeiger Bonn

 

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