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Hansi Hinterseer-Konzert und Fan-Wandertag in Kitz

Hansi Hinterseer verwandelt Kitzbühel ab Donnerstag in Hansibühel.

Im Sommer 1993 startete Ex-Skirennläufer Hansi Hinterseer seine Musikkarriere. Freund und Produzent Jack White bot ihm seinen ersten Plattenvertrag an.

Tiroler Tageszeitung: Herr Hinterseer, Sie präsentieren am Freitag Ihr neues Album "Von Herz zu Herz". Dringen Sie in neue Musikrichtungen vor oder erwartet uns Gewohntes?

Hansi Hinterseer: Auf dem Album sind Berglieder, Schmuselieder, Liebeslieder - und ein, zwei Lieder, die ein wenig anders sein werden. Im Prinzip aber meine Musik, die man von mir kennt.

TT: Was hört ein Hansi Hinterseer im Autoradio?

Hinterseer: Ich muss zugeben, ich hör' schon gern jene Art von Musik, die ich selbst mach'. Ich mag aber auch gerne Country- und Schlagermusik.

Mit Fans am Berg

TT: Und Popmusik?

Hinterseer: Auch hin und wieder, ich bin da ganz offen. Überwiegend höre ich jedoch volkstümlichen Schlager. Ich muss schließlich informiert sein, was die anderen machen.

TT: Donnerstag wandern Sie mit Ihren Fans am Hahnenkamm, Freitag und Samstag spielen Sie Konzerte. Was erwartet die Zuschauer Neues?

Hinterseer: Na ja, wir haben Tony Christie, die Höhner, Andi Borg, das Tiroler Echo, die Oberkrainer und viele mehr heuer hier. Und einen ganz guten Komiker, der für Stimmung sorgen wird. Wir hoffen auf gutes Wetter, dann wird das sicherlich eine sehr schöne Veranstaltung werden.

TT: Letztes Jahr wanderten 8000 Fans mit Ihnen am Hahnenkamm. Erwarten Sie heuer noch mehr Leute?

Hinterseer: Keine Ahnung, das kommt aufs Wetter an. Ich hoffe, dass überhaupt wer kommt und mit mir wandert.

TT: Herr Hinterseer, Sie haben doch nicht ernsthaft Angst, am Donnerstag alleine am Berg zu stehen?

Hinterseer:
Mir kommt es nicht auf die Masse an. Es geht nicht darum, wie viele Leute kommen.

TT: Sie laden zum 6. Mal nach Kitzbühel. War Ihr Konzert von Beginn an ein Erfolg?

Hinterseer: 1998, beim ersten Konzert, waren wir nicht ganz ausverkauft. Anfangs hat man mich etwas belächelt. Mittlerweile wurde das Konzert als Wirtschaftszweig entdeckt. Das macht mich stolz.

Heile-Welt-Klischee

TT: Ihr Image ist verknüpft mit dem Synonym "Heile Welt". Blenden Sie Probleme unserer Zeit wie Klimawandel, Komatrinken oder Terrorismus in Ihrer Musik bewusst aus?

Hinterseer: Nein, die heile Welt, das ist ein Klischee, das nicht meine Erfindung ist. Natürlich gibt's die heile Welt nicht immer. Aber wir in Tirol haben den Vorteil, eine schöne Natur zu haben. Und das ist viel wert. Und ich singe darüber. An der Nordsee gibt's auch die Nordseelieder.

TT: In der Popmusik gehört das Nachdenkliche, Melancholische zum guten Ton. Das fehlt doch bei Ihrer Musik?

Hinterseer: Nein, es gibt auch in meiner Musik Nachdenkliches.

Das Gespräch führte Manuel Fasser  

 

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